Zum Novembergedenken 2018


Seit letztem Jahr versucht die evangelische Kirche von Strasshof mit dem „Fest der Menschen“ bei unserem Erinnerungsmal eine neue Tradition zu stiften. Gemeinsam wollen die abrahamitischen Glaubensgemeinschaften ihre Verbundenheit demonstrieren. Die Abgründe von Intoleranz und Verachtung sollen zugeschüttet werden. Die jüdische Glaubensgemeinschaft fehlt dabei. Sie wurde im Bezirk Gänserndorf vor 80 Jahren ausgelöscht. Die Vertreibung ihrer Angehörigen war zur Reichspogromnacht im November 1938 schon so weit fortgeschritten, dass nur mehr das Warenlager des bereits von seinem Besitzer Bernhard Fleischer verlassenen Gemischtwarenhandels in Gänserndorf geplündert wurde. Die ehemalige Synagoge war bereits im September der Polizei übergeben worden und von der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt in Beschlag genommen worden.


Im Sommer dieses Jahres startete eine Kontroverse, ob es sich bei dem Gebäude der ehemaligen Synagoge um einen erhaltenswerten Erinnerungsort handelt. Der Bürgermeister von Gänserndorf ist nicht dieser Ansicht. Das Denkmalamt hat noch keine Entscheidung getroffen. Abseits dieser Frage sollte das Novembergedenken 2018 Anlass sein, der beiden Repräsentanten der jüdischen Glaubensgemeinschaft in Gänserndorf zu erinnern.


Der erste Rabbiner von Gänserndorf war Moses Rosenmann. Er stammte aus Zurawno bei Lemberg in Galizien (heute Schurawno in der Ukraine), wo er am 21. Oktober 1867 geboren wurde. Er besuchte das Gymnasium in Radautz (heute Rădăuți in Rumänien), einem Zentrum des Judentums in der Bukowina. Sein Studium setzte er in Berlin im Rabbinerseminar von Esriel Hildesheimer einem der Begründer des modernen orthodoxen Judentums fort. Im Jahr 1897 wurde Rosenmann zum Rabbiner der neu errichteten Floridsdorfer Synagoge berufen. In den folgenden Jahren übernahm er die Betreuung zahlreicher kleiner Landgemeinden im östlichen Umland von Wien. Unter ihnen war auch die Gänserndorfer Kultusgemeinde, deren Rabbiner er nach deren Gründung 1908 wurde.


Als anerkannter Gelehrter verfasste er zahlreiche Bücher. Biographische Abhandlungen zu bedeutenden Repräsentanten des Wiener Judentums und eine Studie zur Geschichte der Synagoge als Glaubenszentrum waren darunter.

 

Als Organisator half er bei der Errichtung zahlreicher jüdischer Wohlfahrtseinrichtungen. Er gründete die „Waja“ einer Gemeinschaftsküche für jüdische Angestellte in Wien, die täglich rund 1800 Personen verköstigte. Er unterstütze die Errichtung eines jüdischen Ferienheims in Bad Vöslau. Dort erinnerten sich die Nationalsozialisten an seine Familie noch 1942 in einem Zeitungsartikel: „Die feistliche Mahlzeit der Parasiten“.


Rosenmann erkannte die Zeichen der Zeit. Um 1900 forderte die Gründung einer jüdisch-patriotischen Partei ein, die sich um die Belange der jüdischen Bevölkerung kümmern sollte. Während des Ständestaates suchte er Verbündete gegen den auch von katholischer Seite immer mächtiger werdenden Antisemitismus. Er erhob seine Stimme in der Zeitschrift der katholischen Publizisten Irene Harand. Sie hatte 1933 als Reaktion auf die Machtergreifung der Nationalsozialisten die „Weltbewegung gegen Rassenhass und Menschennot“ gegründet deren Organ die Zeitschrift „Gerechtigkeit“ wurde. Dort rief Rosenmann weitsichtig den Genozid am armenischen Volk während des 1. Weltkriegs in Erinnerung und sah die selben Tendenzen in der antisemitischen Hetze des christlich-sozialen Politikers Leopold Kuntschak. Rosenmann rief eindringlich zum Frieden zwischen den Religionen auf.
Seine mahnende Stimme sollte nicht gehört werden.

 

Nach dem Anschluss wurde er aus Österreich vertrieben. Es gelang ihm ins Mandatsgebiet Palästina zu entkommen. Dort angekommen gründete er 1939 eine Andachtsstelle, die er den „Wiener Minjan“ nannte. Es sollte die Erinnerung an die verlorne Welt des österreichischen Judentums wachhalten. Nach dem Kriegsende 1945 warb Rosenmann in der Zeitschrift „Der neue Weg“ für das im Entstehen begriffene Israel. Rosenmann starb am Tag der israelischen Unabhängigkeitserklärung dem 14. Mai 1948 bei einem Bombenangriff der ägyptischen Luftwaffe auf Tel Aviv.


Nachdem Rosenmann 1935 in den Ruhestand getreten war, hatte Jakob Chaim Klein seine Nachfolge als Rabbiner in Gänserndorf angetreten. Er war am 18. Dezember 1875 in Büd Szent Mihály (Tiszavasvári) in Ungarn geboren worden. Über den größten Teil seiner Lebensgeschichte hat sich das Dunkel des Vergessens gelegt. Möglicherweise war er als ausgebildeter Kantor bereits vor 1918 in Neulengbach tätig. 1932 zog er in das hinter der Synagoge gelegene Rabbinerhaus in Gänserndorf ein und arbeitete bis 1935 als Kantor der jüdischen Gemeinde. Im Jahr 1935 trat er die Nachfolge von Rosenmann als Rabbiner an. Im September 1938 verlor er, als die jüdische Kultusgemeinde in Gänserndorf aufgelöst wurde, seine Anstellung wie sein Heim. Er bemühte sich gemeinsam mit seiner Frau Betti eine Möglichkeit zu finden in die USA oder nach Großbritannien zu fliehen. Die restriktive Flüchtlingspolitik beinahe sämtlicher Staaten der Welt nach dem Scheitern der Konferenz von Évian verhindert dies. Als eine letzte Möglichkeit für eine legale Einreise verblieb die europäische Kolonie von Shanghai. Er trat die beschwerliche, lange und teure Reise im Sommer 1939 an. Hinter ihm schloss sich mit Kriegsausbruch diese Fluchtrute und seine Frau blieb in Wien zurück.

 

Im chinesischen Exil erfuhr er 1942, dass seine Frau noch Polen deportiert worden war. Bereits am 12. März 1941 war die damals 67jährige Frau Betti aus einem der Sammellager in der Castellezgasse 35 und der Kleinen Sperlgasse 2a über den Apsernbahnhof nach den Ghettos Łagów/Opatów im besetzten Polen deportiert worden.  Im Frühsommer 1942 wurde die Mehrzahl der rund 5000 Ghettobewohner in den Gaskammern des Vernichtungslager Treblinka ermordet oder vor Ort erschossen. Von den 997 österreichischen Juden und Jüdinnen, die nach Opatów bzw. Lagów verschleppt wurden, konnten nur elf Überlebende festgestellt werden. Betti Klein war nicht darunter.

 

Ihr Ehemann Jakob optierte nach Kriegsende für die Rückkehr nach Österreich. Sie wurde ihm nicht einfach gemacht. Die Stadt Wien stand auf dem Standpunkt, dass niemand um die Rückkehr der Exilanten aus Shanghai gebeten hatte und sah sich außer Standes für deren Unterbringung zu sorgen. Zudem sollte der Rechtsanspruch auf Rückkehr der rund 4000 Flüchtlinge in jedem Einzelfall geprüft und so ein jahrelanges Verfahren eröffnet werden. Erst mit Unterstützung der Flüchtlingshilfe der Vereinten Nationen konnten zwei Schiffe gechartert und die Wiener Regierung unter Druck gesetzt werden eine Rückkehr zu ermöglichen. Jakob Klein trat im Jänner 1947 seine Reise nach Österreich an. Die Zeit im Exil war seiner Gesundheit nicht zuträglich gewesen. Er verstarb am 22. September des selben Jahres im Altersheim der israelitischen Kultusgemeinde in Wien.

 

Quellen:
Adunka, Evelyn (2002): Exil in der Heimat. Über die Österreicher in Israel (Österreich-Israel-Studien).
Höfler, Ida Olga (2015): Die jüdischen Gemeinden im Weinviertel und ihre rituellen Einrichtungen 1848 - 1938/45. Der politische Bezirk Gänserndorf. 5 Bände. Strasshof: Pilum Literatur-Verl.
Lind, Christoph (2004): Der letzte Jude hat den Tempel verlassen. Juden in Niederösterreich 1938 bis 1945. Wien: Mandelbaum-Verl (Geschichte der Juden in Niederösterreich von den Anfängen bis 1945, 4).
Sophie Fetthauer: Chaim Jakob Klein, in: Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit, Claudia Maurer Zenck, Peter Petersen, Sophie Fetthauer (Hg.), Hamburg: Universität Hamburg, 2017 (https://www.lexm.uni-hamburg.de/object/lexm_lexmperson_00006949).
DÖW - Erinnern - Fotos und Dokumente - 1938 - 1945 - Nachrichten aus dem Ghetto - Opatów / Lagów. Online verfügbar unter http://www.doew.at/erinnern/fotos-und-dokumente/1938-1945/nachrichten-aus-dem-ghetto/opatow-lagow

Rosenmann, Moses (1936): Der neue Scheiterhaufen. In: Gerechtigkeit, 26.03.1936, S. 4. Online verfügbar unter http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=gtk&datum=19360326&query=%22rabbiner+rosenmann%22~10&ref=anno-search&seite=4
Rosenmann, Moses (1936): Friede mit euch! In: Gerechtigkeit, 16.07.1936, S. 3. Online verfügbar unter http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=gtk&datum=19360716&query=%22rabbiner+rosenmann%22~10&ref=anno-search&seite=3

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markbreiter

 

Dieses Foto ist möglicherweise die letzte Spur, die ein damals 9jähriges jüdisches Mädchen aus Strasshof hinterlassen hat. Erna Markbreiter wurde am 25. Oktober 1932 in Wien geboren. Ihre Großeltern Wilhelm und Maria Markbreiter besaßen seit 1928 ein Haus in der Silberwaldstraße, in dem Erna gemeinsam mit ihren Eltern Ignaz und Frieda ihre Kindheit verbrachte. Ihre Großmutter betrieb in dem Haus einen Gemischtwarenhandel.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Österreich wurden das Geschäft und das Gebäude enteignet. Erna musste mit ihrer Familie Strasshof verlassen und in eine sogenannte „Sammelwohnung“ in die Hollandstraße 12/13a nach Wien übersiedeln. Ihre Mutter Frieda starb am 2. April 1938 im Alter von 25 Jahren in der Heil- und Pflegeanstalt Steinhof. Als Todesursache wird eine Lungenentzündung angegeben. Ihr Vater Ignaz versuchte im November 1939 mit einem Flüchtlingstransport über den Balkan nach Israel zu entkommen. Die Flüchtlinge strandeten, nachdem ihnen die Einreise nach Rumänien verwehrt wurde, im jugoslawischen Kladovo, wo sie nach dem Beginn des Balkanfeldzugs wieder unter deutsche Herrschaft fielen. Am 13. Oktober 1941 wurden sämtliche Männer des Flüchtlingstransports von der Wehrmacht erschossen.

Ob Erna am Beginn dieser Flucht noch bei ihrem Vater oder bei ihren Großeltern geblieben war, ist nicht bekannt. Wilhelm und Maria Markbreiter wurden am 10. Oktober 1941 von Wien aus ins Ghetto Litzmannstadt deportiert. Damit verliert sich ihre Spur. Erna gelang es der Deportation zu entgehen. Mit fremder Hilfe dürfte es ihr gelungen sein das Land zu verlassen, denn im selben Jahr taucht ihr Name im Verzeichnis des Waisenhauses im Château le Masgelier, ca. 300km südlich von Paris auf, wo das oben gezeigte Foto aufgenommen wurde. Das Schloss befand sich im noch unbesetzten Teil von Frankreich und wurde von dem OSE (Œuvre de secours aux enfants) einer Organisation zur Unterstützung jüdischer Kinder geführt. Ab 1942 wurde die Lage prekär. Die französische Regierung kollaborierte und in einer ersten Phase sollten vor allem jüdische Flüchtlinge ausgeliefert werden. Mithilfe von republikanisch gesinnten Franzosen konnten die Kinder bei Familien in der Region versteckt werden. Der Résistance gelang es einige der Kinder in die Schweiz zu schmuggeln. Andere wurden jedoch bei Razzien der französischen Gendarmerie aufgegriffen und nach Auschwitz deportiert, wo sie unmittelbar nach ihrer Ankunft ermordet wurden. Die überlebenden Kinder brachte man nach der Befreiung Frankreichs nach Israel. Ob Erna Markbreiter überlebte, ist nicht bekannt.

Das Haus in der Silberwaldstraße fiel 1951, nachdem keine Erben ermittelt werden konnten, der Republik Österreich zu.

Wenn heute wieder aus Anlass des Holocaust-Gedenktages der Millionen ermordeten jüdischen Männer, Frauen und Kinder gedacht wird, sollte man nicht vergessen, wo der Weg zum Massenmord begonnen hat: gleich nebenan.

Mit Dank an Frau Ida Olga Höfler ohne deren Werk „Die jüdischen Gemeinden im Weinviertel und ihre rituellen Einrichtungen 1848-1938/45“ es nicht möglich gewesen wäre, diese Geschichte zu schreiben.

Kategorie: Texte

Foto KlatschmohnGedanken einer Teilnehmerin der Gedenkfahrt aus Ungarn im Jahr 2014:

Kategorie: Texte

Das Durchgangslager Strasshof befand sich nicht - wie oft angenommen - direkt neben dem 2011 errichteten Erinnerungsmal (siehe Wegbeschreibung) sondern ca. 200 Meter weiter westlich, wo sich die Helmahofstraße nach Norden wendet.

Durch die Vernichtung eines Großteils der Unterlagen ist zur Baugeschichte des Durchgangslagers nur wenig bekannt. Zur Struktur und Funktionsweise des Lagers sind durch den 1944 erschienen Aufsatzes von Franz Puntigam, (Die Durchgangslager der Arbeitseinsatzverwaltung als Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge, erschienen in der Zeitschrift „Der Gesundheits-Ingenieur“) mehr Informationen vorhanden. Download des Artikels hier.

 

dulag5 wjPlanungsskizze aus der Zeitschrift "Der Gesundheits-Ingenieur"

 

 So schrieb Puntigam über die Suche nach dem richtigen Standort:

„Die wichtigste und schwerwiegendste Entscheidung bei Neuerrichtung eines DL ist die Wahl des Platzes. Sie wird durch das Gutachten des Wasserwirtschaftsamtes und der Reichsbahn ausschlaggebend beeinflußt. Um späteren Schwierigkeiten ans dem Wege zu gehen, muß die Frage der Wasserversorgung und der Abfallstoffbeseitigung vor Baubeginn restlos geklärt sein. Jedenfalls soll das Bauvorhaben in dieser Hinsicht durch das zuständige Reichswasserwirtschaftsamt überprüft werden, oder wenn möglich, von diesem für den wasserbaulichen Teil der Planung und Bauleitung, wie dies beim Bau des DL Straßhof/ND der Fall war, übernommen werden.
Ebenso ist die Möglichkeit eines Gleisanschlusses in das Lager oder wenigstens in dessen nächste Nähe dringend erforderlich. ... Im allgemeinen soll man nicht zu weit von einer Stadt oder größeren Ortschaft entfernt ein Lager errichten, da die Zufuhr von Lebensmitteln, Heizstoffen u.ä. unnötig erschwert wird, auch leidet die Überwachung des Lagerbetriebes durch die vorgesetzte Dienststelle. … Erwünscht ist ein leicht geneigtes Gelände (Ableitung des Abwassers) in unverbautem Gebiet nahe dem Bahnhof und einer Straße.“  (S.54)


In Strasshof wurde dazu der Platz westlich des damaligen Geländes der Baufirma Universale gewählt. Das heute noch existierende Anschlussgleis der Universale diente als Ausstiegsort. Die heutige Helmahofstraße war nach der Kurve Richtung Norden die mittlere Lagerstraße, die auch auf den Luftbildern gut sichtbar ist. Dort wo sich heute die Zufahrt der Firma Gänger befindet, war ungefähr des Lagertor für die ankommenden Deportierten gelegen.

Der östliche Teil des Lagers ist heute überbaut. Auf dem Teil des Eingangsbereichs befinden sich die Betriebsgelände der Firmen Gänger und Steiner. Dahinter erstreckt sich ein kurzes Waldgebiet, auf dem sich früher die Krankenbaracken befunden haben. In nördliche Richtung dehnte sich das Lager bis zum Ende der Helmahofstraße aus, die dort als Feldweg einen Kurve Richtung Westen macht. Das südlich gelegene heute landwirtschaftlich genutzte Feld gehörte ebenso dazu wie die zwischen dem Feld und dem Bahndamm gelegene Wiese.


Bauliche Spuren sind nur mehr wenige erhalten. Die beiden nördlich gelegenen Luftschutzanlagen wurden um die Jahrtausendwende beseitigt. Der noch gut erhaltene Treppenabgang zu der Luftschutzanlage für das Verwaltungspersonal wurde 2011 nach dem steigenden öffentlichen Interesse an unserer Arbeit zugeschüttet. Daneben befinden sich noch einige Betonreste im Gelände verteilt.

026 25Treppenabgang zur Lufttschutzanlage für das Lagerpersonal, 2003

Nicht zu verwechseln ist das Lager mit dem noch heute existierenden Gelände der ehemalige Universale Bau. Die Geschichte dieses Grundstücks reicht bis ins Jahr 1916 zurück, als die Firma Redlich und Berger ihre Reparaturwerkstätten und Materiallager nach Strasshof verlegte. (siehe Josef Neidhart (1989), Strasshofer Heimatbuch, S. 110.) Im Jahr 1932 ging diese Firma in den Besitz der Universale Bau AG über. Die heute noch mit Stacheldraht gekrönte Mauer, die sich direkt gegenüber dem Erinnerungsmal befindet, wurde vermutlich in den 30er oder 40er Jahren errichtet.  Die Universale Bau selbst war an zahlreichen Projekten der NS-Zwangsarbeit beteiligt. Das Strasshofer Gelände diente unter anderem als Bauhof für den Ausbau des Flugplatzes Deutsch-Wagram während des Krieges. Mit dem Durchgangslager an sich hat die Mauer des Geländes aber nichts zu tun.

IMG 4457Tor des Anschlussgleises der Universale Bau AG

Zum Abschluss soll noch diese Überblendung der alten Luftaufnahme mit der zeitgenössischen Karte die Lage des Durchgangslagers verdeutlichen.

fotomontage.jpg

Kategorie: Texte

 


Die letzten Tage des 2. Weltkriegs in Strasshof an der Nordbahn und seinem Durchgangslager für ausländische Zwangsarbeiter

Am Morgen des 26. März 1945 machte sich eine Staffel von B-24 Liberator Bombern am Flugfeld von Torretta in der Nähe von Cerignola, Italien zum Abflug breit. Das Missionsziel: der Verschubbahnhof von Strasshof an der Nordbahn, 10km östlich von Wien. In einem der Flugzeuge nahm Sergeant Stanley E. Todd seinen Platz am Maschinengewehr im Bug der Maschine ein. Der 22-jährige sollte an diesem Tag nicht mehr zurückkehren.

Kategorie: Texte

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Gedenkveranstaltung 2018

Montag, 28. Mai 11.30 beim Erinnerungsmal

 

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